Die Martingale-Strategie beim Roulette-Spiel

Die Martingale-Strategie beim Roulette-Spiel
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Bereits im 18. Jahrhundert wurden beim Glücksspiel Spielmethoden nach Art der unten beschriebenen Weise als „Martingale“ bezeichnet. Das Wort fand später als Synonym für Spielsystem im allgemeinen Sinne Eingang in mathematische Literaturen. In der modernen Mathematik handelt es sich (im Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung) bei Martingalen um stochastische Prozesse, das sind vom Zufall abhängige Ereignisse.

Im Bereich des Glücks- bzw. Roulettespiels ist die Martingale-Strategie eine auf Verdoppelung des Einsatzes beruhende Systemspielweise. Dabei beträgt der vom Spieler ggf. erhoffte, aber keinesfalls garantierte Gewinn pro Systemrunde die Höhe des ersten Einsatzes. Sollten Sie die Strategie direkt ausprobieren wollen, empfehlen wir Ihnen für das Roulette Spiel die folgenden Casinos:

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Funktionsweise der Martingale-Strategie

Martingale-Strategie beim RouletteBeim Roulette gibt es die sogenannten „einfachen Chancen“. Das sind die Wetten, bei denen die Gewinnchance 48,6 % beträgt: Der Spieler setzte auf Rouge (Rot) oder Schwarz (Noir), Manque (1-18) oder Passe (19-36), Pair (gerade Zahlen) oder Impair (ungerade Zahlen). Die Gewinnchance beträgt nicht 50 %, da es neben den Zahlen 1-36 noch die 0 gibt. Weitere Informationen hierzu finden Sie übrigens auf unserer Seite zu Roulette Spielregeln und Varianten.

Die sogenannte „Martingale-Strategie“ ist beim Roulette ein Spielsystem, bei dem der Spieler mit jeweils einer Wette (nacheinander) nur auf eine Art der eben genannten einfachen Chancen setzt und nach einer verlorenen Wette den Spieleinsatz verdoppelt. Der Gedanke dahinter ist, dass bei einer Verdoppelung des Einsatzes und einem darauf folgenden Gewinn die zuvor verlorenen Einsätze nun durch die Höhe des Gewinns ausgeglichen werden. Um es vorwegzunehmen: Auch die Martingale-Strategie ist nicht zu empfehlen, denn sie garantiert keinen Gewinn, kann aber zu hohen Verlusten führen. Weshalb, sei im Folgenden – am Beispiel von Wetten auf Rot oder Schwarz – erklärt:

Beispiel 1: Gewinn in der sechsten Runde

Bekanntlich unterliegt es keiner mathematischen Logik, in welchem der 37 Fächer des Roulettekessels die Kugel zur Ruhe kommt. Und so gibt es Spielphasen, in denen Gewinne bzw. Verluste mit roten oder schwarzen Zahlen oder der grünen Null sich ständig oder gelegentlich abwechseln. Doch es gibt auch Phasen, in denen entweder rote oder schwarze Zahlen über relativ viele Spielrunden hinweg gewinn- bzw. verlustbringend sind. Ihr Erscheinen lässt den nach der Martingal-Strategie setzenden Roulette-Spieler allzu oft scheitern. Dazu ein Rechenexempel mit einem angenommenen Mindestspieleinsatz von 1 CHF; auf Rot wird gesetzt, und über fünf Spielrunden kommt Schwarz:

1) Einsatz 1 CHF = 1 CHF (Verlust)
2) 2 CHF = 3 CHF (addierter Verlust)
3) 4 CHF = 7 CHF (addierter Verlust)
4) 8 CHF = 15 CHF (addierter Verlust)
5) 16 CHF = 31 CHF (addierter Verlust)
6) 32 CHF – Wenn die Kugel jetzt auf Rot fiele, erhielte der Spieler 64 CHF zurück bei einem Spieleinsatz von zusammen 63 CHF (31 CHF vorheriger Verlust + 32 CHF aktueller Einsatz). Sein Gewinn an Geld betrüge in dieser sechsten Martingale-Systemrunde also 1 CHF.

In vielen Spielkasinos beträgt der Mindesteinsatz 5 CHF. Wird von 5 CHF als Ersteinsatz ausgegangen, betrüge bei gleichem Spielverlauf der Gewinn ebenfalls die Höhe des Ersteinsatzes, wie eine Zahlenaneinanderstellung (Einsatz/Verlust) zeigt:

1) Einsatz 5 CHF = 5 CHF Verlust
2) 10 CHF = 15 CHF (addierter Verlust)
3) 20 CHF = 35 CHF (addierter Verlust)
4) 40 CHF = 75 CHF (addierter Verlust)
5) 80 CHF = 155 CHF (addierter Verlust)
6) 160 CHF Einsatz – 320 CHF zurück = 5 CHF Gewinn (160 CHF Gewinn – 155 CHF vorherigen Verlust).

Immerhin, mag jetzt so mancher denken.

Beispiel 2: Der Gewinn bleibt aus

Allerdings gibt es weitaus längere Perioden der (in unserem Beispiel) gleichen Farbe als über nur fünf Spielrunden. Und Kasinos arbeiten mit (örtlich unterschiedlichen) Höchsteinsätzen auch bei einfachen Chancen. Was passiert, wenn eine Spielphase der gleichen „falschen“ Farbe so lange andauert, dass bei einer erneuten Verdoppelung der erlaubte Höchsteinsatz überstiegen werden würde? Der Spieler scheitert mit seiner Martingale-Strategie.

Es sollte auch bedacht werden, dass eine Verdoppelung des Spieleinsatzes rasant dessen Höhe nach oben treibt. Bleiben wir bei 5 CHF als Spieleinsatz, haben wir bereits in der 10. Runde den Gesamtverlust von 5.115 CHF.

1) 5 CHF, 2) 10 CHF, 3) 20 CHF, 4) 40 CHF, 5) 80 CHF, 6) 160 CHF, 7) 320 CHF, 8) 640 CHF, 9) 1.280 CHF, 10) 2.560 CHF, 11) 5.120 CHF, 12) 10.240 CHF, 13) 20.480 CHF, 14) 40.960 CHF … Stopp! Bei vielen Spielbanken und Online Casinos wäre bereits weit davor der Höchsteinsatz überschritten, bei anderen beispielsweise bei 40.000 CHF, sodass die 14. Runde gar nicht mehr nach dem Martingale-System gespielt werden könnte. Und der Spieler hätte vor der 14. Runde einen Betrag in Höhe von 40.955 CHF verloren … für einen erwarteten Gewinn von 5 CHF.

Und wenn der Spieler nur 1 CHF Gewinn pro Martingale-Systemrunde erwartet? Machen wir die Probe aufs Exempel: 1(1)-2(2)-4(3)-8(4)-16(5)-32(6)-64(7)-128(8)-256(9)-512(10)-1.024(11)-2.048(12)-4.096(13)-8.192(14)-16.384(15)-32.768(16)- … bei 1 CHF anfänglichem Einsatz wäre die Martingale-Systemspielweise bei hintereinander folgenden falschen Zahlen (bei einem angenommenen Höchsteinsatz von 40.000 CHF) nach der 16. Runde beendet, und der Spieler hätte 65.535 CHF verloren.

Auch das Spielen nach der Martingale-Strategie ist also risikoreich und kann zu hohen Geldverlusten führen. Wer sich im Vorfeld für die Gewinnerzahlen interessiert, kann sie oftmals vom Casino anhand der Aufzeichnung sogenannter Permanenzen erfahren.

Alle Angaben ohne Gewähr.